Bitte veröffentlicht...

Jede Woche erhalten wir mehrere E-Mails, Facebook-Nachrichten oder Briefe mit der Bitte, Hinweise auf Veranstaltungen, Petitionen, Demos und mehr zu veröffentlichen und unsere Reichweite “für die gute Sache” zu nutzen.

Seit unserer Gründung 2016 als Christopher Street Day (CSD) Bremen e. V. haben wir das Ziel, eine Plattform für die queere Community in Bremen zu sein. Unsere Community ist vielfältig und komplex. Wir versuchen bei jeder Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass es nicht den einen Typ “Schwuler” oder “Lesbe” gibt und überhaupt, dass es mehr als “Lesbisch”, “Schwul” oder “Bi” gibt. Queere Menschen sind vielfältig und haben die unterschiedlichsten Ansichten, Meinungen und Interessen.

Aus dieser Vielfältigkeit und dem Anspruch heraus, möglichst jedem Menschen gerecht zu werden, entstehen im Vereinsleben aber auch viele Herausforderungen. So gibt es jede Menge Demos, Petitionen, Spendenaufrufe und mehr zu vielen verschiedenen Themen. Unserer Erfahrung nach ist fast alles davon auch richtig und wichtig für die queere Community insgesamt.

Nun haben wir mit unserem Blog und unserem E-Mail-Newsletter eine recht große Reichweite. Unser E-Mail-Newsletter umfasst im Moment (Stand 24.08.2020) über 750 E-Mail-Adressen, bei denen auch einige Journalist*innen und Persönlichkeiten der Bremer Politik dabei sind, die unsere Infos wiederum weitergeben können.

Wir würden es toll finden, wenn wir jede Anfrage mit der Bitte um Veröffentlichung auch über unseren Newsletter weitergeben könnten. In einer perfekten Welt würden so nach und nach alle möglichen Menschen über alle möglichen Probleme und Anliegen des queeren Lebens in Bremen erfahren.

Leider ist unsere Zeit begrenzt. Unser Newsletter dient vor allem dazu, über Neuigkeiten rund um unsere jährliche Demonstration und unseren Verein zu informieren. Wir erhalten zu viele Anfragen, um alles weiterzugeben. Einerseits, weil unser Verein immer noch zu mehr als 95% ehrenamtlich organisiert ist und andererseits, weil unsere Leser*innen in erster Linie Infos zum CSD selbst brauchen. Die Zeit reicht nicht, um alle Anfragen zu lesen und zu würdigen.

Wir können also nicht alle Anfragen veröffentlichen. Und allein die Prüfung, ob eine Anfrage eine Veröffentlichung “wert” ist, kostet bei der Menge der Anfragen zu viel Zeit im Ehrenamt. Und was macht eine Anfrage überhaupt “veröffentlichungswürdig”?

Wir haben uns deshalb dafür entschieden, in der Regel keine anderen Anfragen auf unserer Website zu veröffentlichen. Auf Facebook, Instagram und Twitter handeln wir das etwas lockerer, weil die sozialen Medien schnelllebiger sind und sich einfacher ein anderer Beitrag teilen lässt.

In unserem Blog arbeiten wir bei Gelegenheit auch besonders wichtige Themen auf. Wir haben dazu vor allem die Kategorien Queerpolitik und Awareness & Remembrance Days. Wir bitten aber um Verständnis dafür, dass die Auswahl, was auf der Website veröffentlicht wird bzw. wofür auch gerade Zeit ist, naturgemäß subjektiv und durch unsere ehrenamtlichen Mitglieder geprägt ist. Wir versuchen unser Bestes, die queere Community ausgewogen darzustellen.

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